Wir starten ins Jahr 2026 und die Perspektive ist nicht gerade ermutigend. In Krisenzeiten wie diesen brauchen wir umso mehr positive Zukunftsentwürfe, die realistisch sind, aber ihre Hände in Richtung utopischer Gesellschaftsentwürfe ausstrecken. Dafür gibt es uns. Gemeinsam prüfen wir unseren politischen Kompass immer wieder an der Realität: Was meinen wir genau damit, wenn wir Klimagerechtigkeit fordern? Was meinen wir genau mit demokratischem Wohnraum für alle? Wenn wir die Kollektivierung von Carearbeit fordern, wie genau? communia versucht Struktur und Details in grobe (und große) Entwürfe zu bringen und unsere utopischen Forderungen anhand der juristischen und politischen Realität entlang zu schärfen und zu prüfen. Wir wollen nicht (nur) kritisch begleiten, sondern formulieren, wie wir uns trotz alledem eine lebenswerte und sogar schöne Zukunft vorstellen.
Gemeinsam auf dem Weg
Dazu haben wir in den letzten Jahren einiges aufgebaut. Zwei große Konferenzen wurden zur Vergesellschaftung unserer Grundversorgung veranstaltet. Wir waren und sind in stetem Austausch mit Bewegungen, Parteien und Gewerkschaften. Wir haben ein Buch zu Öffentlichem Luxus herausgebracht und machen Bildungsarbeit zu dem Thema. Und wir arbeiten daran, wie die Vergesellschaftung unserer Energieproduktion und -infrastruktur im Detail aussehen könnte. Das erarbeiten wir auf juristischer und politischer Ebene, wobei wir den Bezug zu unserer Vorstellung einer Energieversorgung in öffentlichem Eigentum, die demokratisch und gemeinwohlorientiert ausgerichtet ist, nicht aus den Augen verlieren.
Und wir wollen weiter gehen.
In diesem Jahr werden wir weitere Studien und ein umfassendes Dossier zur realen Vergesellschaftung des Energiesektors vorlegen. Wir wollen zu einer gerechteren und guten Daseinsvorsorge in den Bereichen Gesundheit, Fürsorge und Wasser weiterarbeiten, um ein Gutes Leben für Alle genauso wie solidarische Umgänge mit kommenden Katastrophensituationen zu formulieren. Wir wollen Grundlagen der Gemeinwirtschaft aufbereiten und darüber in viele, viele Gespräche kommen. Zunehmend werden wir uns auch in industriepolitische Debatten einmischen, die oft vermeintlichen Expert*innen vorbehalten zu sein scheinen und damit die Interessen der Vielen ignorieren.
Um in politisch zunehmend düsteren Zeiten diese realistische und radikale Arbeit für eine bessere Welt machen zu können, benötigen wir eure Unterstützung. communia gibt es nur, weil zahlreiche Menschen uns als wichtigen Akteur sehen, der Vergesellschaftung, Öffentlichen Luxus und eine demokratische Wirtschaft vorantreibt.
Inzwischen sind wir bei communia sieben hauptamtliche arbeitende Menschen. Uns verbindet die Überzeugung, dass wir strukturelle Lösungen brauchen, die konkret werden müssen. Und die Überzeugung, dass Eigentumsfragen ein zentraler Schlüssel für eine gerechtere und zukunftsfähige Wirtschaft ist.
Mit voller Kraft voraus Richtung Vergesellschaftung
Wir möchten euch danken für euer Vertrauen in unsere Arbeit, für alle Anstöße, Debatten und das viele positive Feedback. Wir sehen uns in unserer Arbeit als Teil von sozialen Bewegungen und können durch unsere Professionalisierung unterstützen und inhaltlich in die Tiefe gehen. Um diese wichtige Rolle im „Ökosystem der Bewegungen“ auch in Zukunft ausfüllen zu können, brauchen wir vor allem eines: Kontinuität. Mit einer dauerhaften Förderung könnt ihr uns dabei helfen, mit voller Kraft unseren Einsatz für Vergesellschaftung fortzusetzen.
Das Großartigste, was Du für uns tun kannst, ist noch heute Fördermitglied zu werden. Lasst uns dieses Jahr mit neuer Kraft beginnen und gemeinsam nach vorne schauen!



