Europäische Stahlpolitik heißt öffentliche Investitionen, Vergesellschaftung und Planung – gemeinsame Studie mit der Rosa Luxemburg Stiftung Brüssel zur europäischen Stahlindustrie
Die europäische Stahlindustrie befindet sich erneut in einer tiefen Krise, die aktuell rund 300.000 direkte sowie bis zu 2,5 Millionen indirekte Arbeitsplätze betrifft. Große Unternehmen wie ThyssenKrupp Steel und Tata Steel planen umfassende Stellenstreichungen, was den anhaltenden Abwärtstrend weiter verschärft. Private Stahlkonzerne streichen Investitionen in die dringend notwendige Dekarbonisierung, und den europäischen Regierungen fällt wenig Neues ein, als weiter auf Marktanreize und CO₂-Steuern an den europäischen Grenzen zu setzen. Das Kernproblem wird nicht angegangen: Langfristige soziale und ökologische Bedürfnisse stehen im Widerspruch zu den kurzfristigen Gewinnanforderungen privater Stahlkonzerne.
Anstatt die gleichen gescheiterten politischen Ideen fortzusetzen, die den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen des Stahlsektors in seiner heutigen Form nicht gewachsen sind, gibt es eine naheliegende, aber weniger diskutierte Lösung: öffentliches, demokratisches Eigentum und öffentliche Planung. In der frisch veröffentlichten Studie arbeiten wir diese alternative Stahlpolitik für Europa aus.
Die Studie wurde gemeinsam vom Brüsseler Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung und communia erstellt; Autor*innen des Papiers sind Alexandra Gerasimcikova (für die Rosa Luxemburg Stiftung) und Max Wilken sowie Justus Henze für communia.
Zur Studie: Reclaiming Steel



