Was wir mit Dir vorhaben
Juni 4, 2026

Versagende Klimapolitik, wachsende Ungleichheit und gesellschaftliche Polarisierung sind manchmal zum Verzweifeln. Doch wir wissen, dass eine gerechte Zukunft für alle möglich ist! Immer noch und jetzt erst recht. Ob die Klimakrise bewältigt wird, ob die Energiewende gerecht verläuft, ob Pflege und Wohnen für alle zugänglich bleiben — all das hängt von einer zentralen Frage ab: Wem gehört die Wirtschaft und wer darf sie gestalten? Eine Wirtschaft, die dem Gemeinwohl dienen soll, muss demokratisch kontrolliert sein und uns allen gehören.

 

Die Antwort ist mehr Demokratie

Wir sind überzeugt: Die Antwort auf die Krise der Demokratie ist nicht weniger, sondern mehr Demokratie. Es ist an der Zeit, die Wirtschaft und damit auch unsere Zukunft wieder gestaltbar zu machen. Im deutschsprachigen Raum gibt es keine vergleichbare Organisation, die wie communia wissenschaftlich informierte Konzeptarbeit, strategische Beratung für Bewegungen und politische Kommunikation so konsequent verbindet. Aus der Klima-, Mieten- und Care-Bewegung kommend bauen wir darum seit 2020 gemeinsam mit unseren Partnern in sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik an einem strategischen Netzwerk für eine demokratische Wirtschaft. communia ist weder reiner Forschungsbetrieb noch Kampagnenorganisation — sondern ein strategischer Think Tank, der Wissen dort einbringt, wo es langfristige gesellschaftliche Wirkung entfaltet.

 

communia stärken – Vergesellschaftung ermöglichen

Damit die Wirtschaft dem Gemeinwohl dienen kann, statt private Profite zu steigern, müssen wir alle an ihrer Gestaltung teilhaben können. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit sozialen Bewegungen für die Überführung privater Konzerne und Sektoren in demokratisch organisiertes Gemeineigentum: Also für Vergesellschaftung. Diese Möglichkeit ist verfassungsrechtlich verankert: Artikel 15 des Grundgesetzes sieht ausdrücklich vor, Produktionsmittel und Infrastrukturen in Gemeineigentum zu überführen. communia macht dieses Recht politisch handhabbar: Wir entwickeln sektorspezifische Konzepte, die rechtlich belastbar, ökonomisch durchdacht und politisch kommunizierbar sind. Wir beraten in strategischen Fragen und arbeiten gemeinsam am Aufbau einer überregionalen Bewegung für Vergesellschaftung.

Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke  der Vergesellschaftung […] in Gemeineigentumoder in andere Formen der  Gemeinwirtschaft überführt werden.

– Artikel 15, Grundgesetz

 

Gemeingut Energie

Der Energiesektor ist das Herzstück jeder sozial-ökologischen Transformation — und gleichzeitig das Feld, in dem privatwirtschaftliche Interessen am stärksten gegen das Gemeinwohl wirken. Kaum ein Wirtschaftsbereich ist so zentral für alle anderen Tätigkeiten in unserer Gesellschaft. Auf wenige Güter sind wir alle so sehr angewiesen wie auf Strom und Wärme, wenige Wirtschaftsbereiche bedürfen so guter Koordination und in wenigen Bereichen ist der anstehende Umbau so dringend und umfassend. Energie muss in Gemeineigentum überführt werden, um eine sichere, kostengünstige, nachhaltige und gerechtere Versorgung sicherzustellen und Transformationsblockaden zu lösen.

Bereits seit 2022 bearbeiten auf allen Ebenen, wie der Energiesektor sich grundlegend verändern kann, damit er unserer Zukunft und unseren Bedarfen gerecht wird. Gegen fossile Pfadabhängigkeiten erarbeiten wir konkrete Alternativen und weisen politisch, juristisch und argumentativ den Weg für einen wirklichen Wandel, der der breiten Mehrheit zugute kommt. Die aktuelle Energiekrise wird keine Ausnahmesituation bleiben — sie ist der Normalzustand einer Versorgungsstruktur, die auf private Profitmaximierung statt auf gesellschaftliche Bedarfe und Klimagerechtigkeit ausgerichtet ist. Die Probleme steigender Preise, fehlender Infrastruktur und fossiler Pfadabhängigkeiten werden sich nicht von selbst auflösen. communia wird seine Konzept- und Netzwerkarbeit darum in den nächsten Jahren entscheidend ausbauen: mit tieferem Fachwissen, breiteren Allianzen und dem klaren Anspruch, die klimapolitische Debatte im deutschsprachigen Raum mitzuprägen — als progressiver Think Tank auf Augenhöhe mit Kommunen, Gewerkschaften, Bewegungen und politischen Entscheidungsträger*innen.

 

Öffentlicher Luxus

Bedingungsloser Zugang zu den Gütern, die unser Leben möglich und schön machen – und das für alle: Das ist Öffentlicher Luxus! Ob Gesundheit und Pflege, Wohnraum, Ernährung, Mobilität, Bildung, Kultur, Parks und Schwimmbäder: Die Dinge, die wir alle zum Leben brauchen, gehören in demokratisch gestaltetes Gemeineigentum. Nur mit kollektivem Wohlstand statt privatem Überfluss werden wir Klimakrise, Ungleichheit und der Krise der Demokratie begegnen können.

Wir wollen Öffentlichen Luxus sichtbar, erlebbar und diskursfähig machen. Das gelingt mit nachweisbaren Wirkungsargumenten und einer Kommunikation, die über den eigenen Kreis hinausreicht. Wie sieht Öffentlicher Luxus konkret aus und wie kann das Öffentliche zur attraktiven Alternative zu Vereinzelung und privatem Konsum werden? Wir wollen dafür in den Bereichen Öffentlicher Raum, Gesundheit und Mobilität gemeinsam mit den wichtigsten Partnern ausbuchstabieren, wie eine mutige Transformation mit Öffentlichem Luxus als Leitlinie konkret aussehen würde. Neben den Handlungsempfehlungen für Politik, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft starten wir eine interaktive Kommunikationskampagne — um Öffentlichen Luxus erlebbar zu machen, weit über die bisherigen Netzwerke hinaus. Wir werden zudem durchrechnen und darlegen, welchen messbaren Beitrag eine öffentliche, demokratisierte Daseinsvorsorge für den Klimaschutz leisten kann. In Leuchtturm-Projekten wollen wir die Rolle demokratisierter Stadtwerke als lokale Träger von Öffentlichem Luxus untersuchen und unterstützen — von der konzeptuellen Analyse bis zur Begleitung konkreter kommunaler Prozesse.

 

Gesundheit in Gemeinwirtschaft

Das deutsche Gesundheitssystem ist an einem Wendepunkt und das spüren wir alle immer mehr. Ob Klinikschließungen, chronischer Pflegemangel oder Hedgefonds-Investments in Arztpraxen: Die Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung hat Strukturen hinterlassen, die dem erklärten Ziel einer guten Versorgung für alle fundamental widersprechen. Pfleger*innen und Ärzt*innen halten das System mit persönlichem Einsatz am Laufen; Angehörige übernehmen unbezahlt Pflegearbeit, die sie selbst überfordert. Gesundheit ist gleichzeitig das Feld, in dem die gesellschaftliche Bereitschaft für strukturellen Wandel am stärksten gewachsen ist. communia betritt dieses Feld nicht mit einem weiteren Reformvorschlag — sondern mit dem Anspruch, ein Modell für Gesundheit als Gemeingut zu entwickeln: eines, in dem gute Versorgung oberste Priorität hat, das Wohl von Patient*innen, Angehörigen und Arbeitenden das höchste Ziel ist — und Gesundheit nicht länger als Ware behandelt wird.

Ab 2027 bauen wir Gesundheit zu einem der strategischen Schwerpunkte von communia aus. Aufbauend auf unserer Zusammenarbeit mit dem Poliklinik-Syndikat und gewerkschaftlichen Bewegungen in Krankenhäusern verbinden wir die Alltagserfahrungen im Gesundheitssystem mit unserem Wissen zu gemeinwirtschaftlichen Alternativen. So entwickeln wir ein kohärentes Bild davon, wie ein Gesundheitssektor in Gemeinwirtschaft aussehen kann. Die gesundheitspolitische Debatte ist bislang von fachpolitischer Enge und kurzfristigen Reformkompromissen geprägt, die vor allem zwischen Partikularinteressen vermitteln. communia setzt dem einen anderen Ausgangspunkt entgegen — eine Gesundheitsversorgung, die von denen gestaltet wird, die sie brauchen, tragen und kennen: Patient*innen, Pflegekräfte, Ärzt*innen und Kommunen.

 

Nur gemeinsam: wir brauchen Dich als Fördermitglied

Die große Vergesellschaftungskonferenz im Sommer 2022 war nicht nur für communia ein Startschuss, sondern für ein ganzes Ökosystem an Akteur*innen, Initiativen und Organisationen, die Eigentumsfragen neu stellen. Die Konferenz organisierten wir mit einem großen Team und mehreren Partnerorganisationen noch komplett ehrenamtlich. 2023 konnten wir dann die ersten Stellen schaffen. Heute arbeitet ein Kernteam von sechs Personen hauptamtlich daran, die Idee einer demokratischen Wirtschaft voranzubringen — möglich gemacht durch die Förderung von Stiftungen, unseren Fördermitgliedern und großzügigen Spenden von Einzelpersonen.

Damit wir für die brennenden Herausforderungen unserer Zeit weiter mit voller Energie gründliche, klare und hoffnungsvolle Lösungen erarbeiten können, wollen wir unser Team ab 2027 auf acht Personen erweitern. So erreichen wir auch die lang angestrebte Geschlechterparität im Kernteam und stellen sicher, dass wir den wachsenden Bedarf an strategischer Expertise zu Eigentumsfragen weiterhin gut beantworten können.

Nur gemeinsam mit Unterstützer*innen wie Dir kann unsere Arbeit gelingen und auch politisch und finanziell schwierige Zeiten sicher überstehen. Deswegen möchten wir Dich heute einladen – und bitten – Fördermitglied von communia zu werden. Mit einem von dir selbst festgelegten monatlichen Beitrag kannst Du uns unabhängig und stark machen und Teil der Bewegung für Vergesellschaftung, eine demokratische Wirtschaft und Öffentlichen Luxus werden. Dass Du dabei bist, macht einen Unterschied! Danke!

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Stellenausschreibung: Öffentlichkeitsarbeit & Social Media

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